Hier stellen wir euch einige der Leute vor, die den ›Symphonic Mob‹ in Bremerhaven mitgestalten:

Marc Niemann, Dirigent

Marc Niemann. Foto: Kristin Päckert

Foto: Kristin Päckert

Seit der Spielzeit 2014/2015 ist Marc Niemann Generalmusikdirektor des Stadttheaters Bremerhaven und Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven.

In dieser Position ist es ihm in den vergangenen Spielzeiten erfolgreich gelungen, das musikalische Profil des Klangkörpers durch innovative Konzertformate weiterzuentwickeln und neues Publikum für die Konzerte zu gewinnen. Dabei spielt die verbesserte klangliche Flexibilität des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven durch die intensive Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik (z.B. die alljährliche Zusammenarbeit mit einem composer in residence) und die Beschäftigung mit historisch-informierter Aufführungspraxis, die seit 2015 durch die CD-Aufnahmen aller neun Beethoven-Sinfonien dokumentiert wird, eine ebenso große Rolle wie die vielen neuentwickelten cross-over- und Education-Konzerte.

Unter anderem für die Ausgrabung der selten gespielten Oper Bluthochzeit von Sandor Szokolay in der musikalischen Einstudierung Marc Niemanns wurde das Stadttheater Bremerhaven 2015 mit dem Bundestheaterpreis der Bundesministerin für Kultur ausgezeichnet.

Nach einer Ausbildung als Pianist und Dirigent in Hannover, Lübeck und Berlin hat Marc Niemann die klassische Kapellmeisterlaufbahn mit Stationen in Lübeck, Eutin, Braunschweig, Pforzheim und Cottbus eingeschlagen, wo er sich ein umfangreiches Repertoire in vielen Genres erarbeitet hat. Überregionale Aufmerksamkeit erregten seine Einstudierungen der Oper Cosima von Siegfried Matthus sowie die Uraufführung von Fürst Pücklers Utopia von James Reynolds in der Regie Johann Kresniks. Marc Niemann ist ausgezeichnet als Stipendiat der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung, der Richard-Wagner-Stiftung und der Max-Grünebaum-Stiftung.

Als Gastdirigent stand er bereits am Pult zahlreicher Klangkörper, u.a. der Staatskapelle Halle, der Brandenburger Sinfoniker, des Loh-Orchesters Sondershausen, der Berliner Sinfoniker, des Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, der Bielefelder Philharmoniker, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, des Sinfonieorchesters Wuppertal, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und der Staatskapelle Schwerin.

Mehr zu Marc Niemann auf seiner Website: www.marcniemann.com

Jarkko Riihimäki, Arrangeur

Jarkko Riihimäki, Foto: Gregor Hohenberg

Foto: Gregor Hohenberg

Der in Berlin lebende Konzertpianist und Arrangeur Jarkko Riihimäki absolvierte sein Klavierstudium bei Prof. Tuija Hakkila und Prof. Ilmo Ranta an der Sibelius-Akademie in Helsinki mit Auszeichnung. Seine Konzertreisen führten ihn nach Europa, Asien und Süd-Amerika. Als Lied- und Konzertpianist trat er z. B. mit Jorma Hynninen, Anna-Kristiina Kaappola und Rolando Villazón auf. Riihimäki hat mehrere Duo-Projekte, u. a. mit dem Akkordeonisten Veli Kujala und dem Beatboxer Felix Zenger.

Als Arrangeur und Komponist hat Riihimäki u.a. für das Fauré Quartett, die Mezzosopranistin Simone Kermes, das David Orlowsky Trio, den Klarinettisten Matthias Schorn und das Streichquintett der Berliner Philharmoniker geschrieben. Seit 2012 ist Riihimäki der neue Pianist des Ensembles Bolívar Soloists. Er ist auch der Gründer des Tango-Trios Cayao.

Seit 2012 ist Jarkko Riihimäki Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin.
Mehr zu Jarkko Riihimäki auf seiner Website: www.jarkko.fi

Das Philharmonische Orchester Bremerhaven

Philharmonisches Orchester Bremerhaven. Foto: Nico Harms

Foto: Nico Harms

In der 1827 gegründeten Stadt Bremerhaven trieb im 19. Jahrhundert maßgeblich der städtische Musikdirektor Heinrich Schwiefert als Leiter der Harmonie-Kapelle und Mitbegründer des Stadttheaters (1867) das instrumentale Musikleben voran. Die Übernahme der Roland-Kapelle 1906 durch Otto Albert war die Geburtsstunde des Städtischen Orchesters, das im Herbst desselben Jahres die Philharmonischen Konzerte einführte.

1911 wurde das Orchester zu einem integralen Bestandteil des neueröffneten Stadttheaters am Theodor-Heuss-Platz. Beim Nordwestdeutschen Musikfest im selben Jahr wurde u.a. Arthur Nikisch als Gastdirigent verpflichtet. Neben den Philharmonischen Konzerten, die ab 1926 in der neu errichteten Stadthalle stattfanden, spielte das Orchester Tanzmusiken und Kurkonzerte. 1929 ging das Orchester inklusive des Notenfundus als Städtisches Orchester vollständig in die Trägerschaft der Stadt über. Vor der Eröffnung des wiederaufgebauten Stadttheaters an Ostern 1952 wurde bereits 1947 die Reihe der jährlichen Sinfoniekonzertzyklen mit sechs bis acht Konzerten wieder eingerichtet. Hans Kindler leitete das Orchester von 1948 bis 1975 und erhielt 1964 den Titel des Generalmusikdirektors. Die langjährig tätigen Generalmusikdirektoren, Prof. Leo Plettner und Stefan Tetzlaff prägten das musikalische Profil des Klangkörpers.

Seit der Spielzeit 2014/2015 leitet Marc Niemann als Generalmusikdirektor das Orchester, das von nun an den Namen Philharmonisches Orchester Bremerhaven trägt. Neben dem Theaterdienst bei Opern, Operetten, Musicals und Ballettabenden spielt das Orchester jährlich acht Sinfoniekonzerte sowie zahlreiche Sonderkonzerte und betreibt ein umfangreiches Programmangebot für Kinder und Jugendliche.

2017 erhält das Philharmonische Orchester Bremerhaven eine Förderung durch das Programm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland der Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters.

Mehr zum Philharmonischen Orchester Bremerhaven: www.philharmonisches-orchester-bremerhaven.de

Claudia Beißwanger, Projektleitung

Claudia Beisswanger. Foto: Claudia Beißwanger

Foto: Claudia Beisswanger

Claudia Beißwanger studierte Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, BWL und Kulturmanagement in Dortmund, Essen, London und Bremen. Sie arbeitete unter anderem für das Konzerthaus Dortmund, das Goethe-Institut Melbourne und als Geschäftsführung für das Landesjugendorchester Bremen. Aktuell ist sie für das Management des Bremer Kammerensemble Konsonanz zuständig. Seit 2017 ist sie im Vorstand des Bremer Landesmusikrats.

Eine ihrer Lieblingstätigkeiten als Kulturmanagerin ist die Planung und Durchführung von Kulturfestivals. So konzeptionierte und leitete sie bereits zwei Mal das internationale Performing Arts-Festival „OUTNOW!“ des Bremer Theaters und der Bremer Schwankhalle sowie zwei Mal das norddeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival „Hart am Wind“ am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg bzw. am Theater Bremen. 2019 hat sie die Organisationsleitung des Orchester- und Ensemblefestivals des Bundeslandes Bremen inne.

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Bremerhaven
Bremerhavens größtes Spontanorchester

10.11.2019, 18.30 Uhr
Stadttheater Bremerhaven
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