Mitwirkende

Marie Jacquot musste Ihre Mitwirkung am ›Symphonic Mob‹ des DSO leider absagen – sie springt bei einer Gastspielreise der Staatskapelle Dresden für Christian Thielemann ein. Wir freuen uns sehr, dass Anna Skryleva sich kurzfristig bereiterklärt hat, Berlins größtes Mitspielorchester zu dirigieren.

Anna Skryleva, Dirigentin

Anna Kryleva. Foto: Thomas Leidig

Foto: Thomas Leidig

Die Dirigentin Anna Skryleva, Musikdirektorin des Theaters Magdeburg, ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten einer neuen Künstlergeneration. Ihre preisgekrönte Arbeit zur Erweiterung des klassischen Repertoires erregt international rasch wachsende Aufmerksamkeit.

Zu den jüngsten und bevorstehenden Höhepunkten ihrer Arbeit als Dirigentin gehören Produktionen von ›Die Zauberflöte‹ und ›Rigoletto‹ an der Königlichen Oper Stockholm und an der Oper Leipzig. Am Theater Magdeburg, wo sie seit der Spielzeit 2019/20 Generalmusikdirektorin ist, wurde ihre Leitung der Produktionen von ›Kat'a Kabanova‹ und ›Turandot« von internationalen Kritikern gefeiert. Am selben Haus leitete sie Produktionen von Verdis ›Falstaff‹, der Uraufführung von ›Grete Minde‹ von Holocaust-Opfer Eugen Engel, Brittens ›Peter Grimes‹, Rimski-Korsakows ›Der goldene Hahn‹, Prokofjews ›Peter und der Wolf‹, ›Le nozze di Figaro und ›La Clemenza di Tito‹ von Mozart, ›Eugen Onegin‹ in Koproduktion mit der Opéra national de Lorraine sowie Beethovens ›Fidelio‹. Jüngste Engagements führten Anna Skryleva zu Orchestern und Opernhäusern in ganz Europa und Nordamerika.

In Deutschland dirigierte Anna Skryleva an der Hamburgischen Staatsoper sowie an den Opernhäusern von Köln, Leipzig, Wiesbaden, Rendsburg und Darmstadt. Heute ist sie regelmäßig Gastdirigentin an der Oper Leipzig, wo sie Aufführungen von ›Schwanensee‹ von Tschaikowsky, Verdis ›Otello‹ und ›Rigoletto‹ sowie Puccinis ›Madama Butterfly‹ dirigierte. 2017 gab sie ihr Debüt an der Dallas Opera mit Werken von Giuseppe Verdi. Als international auch im sinfonischen Repertoire renommierte Dirigentin leitete Anna Skryleva Konzerte mit angesehenen Orchestern wie dem Fort Worth Symphony Orchestra, den Kopenhagener Philharmonikern, dem hr-Sinfonieorchester, den Essener Philharmonikern, dem Philharmonischen Orchester Cottbus, dem Orchester der Wermlandoper, dem Athener Staatsorchester, Jönköpings Sinfonietta, der Norddeutschen Philharmonie Rostock, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und dem Aarhus Symphony Orchestra. Weltweit konzertierte sie mit Sinfonieorchestern von Lviv bis Mexiko. 2024 wird Anna Skryleva auch ihr Debüt am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin geben. Mit den Augsburger Philharmonikern und der Magdeburger Philharmonie leitet sie Konzerte mit ihrer eigenen Komposition Drei Impromptus in C für Orchester.

Anna Skryleva war von 2012 bis 2015 1. Kapellmeisterin und stellvertretende Generalmusikdirektorin am Schleswig-Holsteinischen Landestheater und anschließend am Staatstheater Darmstadt. Im Jahr 2015 gab sie ihr umjubeltes Debüt am Staatstheater Wiesbaden mit ›Madama Butterfly‹. Von 2007 bis 2012 war Anna Skryleva als musikalische Assistentin und Korrepetitorin unter der künstlerischen Leitung von Simone Young an der Hamburgischen Staatsoper tätig. In dieser Funktion wirkte sie an einer bahnbrechenden Neuproduktion des ›Ring des Nibelungen‹-Zyklus mit und leitete große Wiederaufnahmen von ›Parsifal‹, ›Der fliegende Holländer‹, ›Salome‹, ›Elektra‹ und ›Chowanschtschina‹. Sie dirigierte Opernproduktionen im Rahmen des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper und leitete sowohl die Hamburger Symphoniker als auch das Philharmonische Staatsorchester Hamburg.

Für ihre Arbeit mit der Magdeburgischen Philharmonie wurde Anna Skryleva 2019 mit dem Orchester-Innovationspreis der Deutschen Orchesterstiftung ausgezeichnet. Die Pianistin, Komponistin und Dirigentin Anna Skryleva, die heute in Berlin lebt, wuchs in Moskau auf. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht und vollendete ihre erste eigene Komposition mit acht Jahren. Mit zehn Jahren wurde Anna in die Komponistenklasse des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums aufgenommen. An der gleichen Hochschule wurde sie später auch als Pianistin und Kammermusikerin ausgebildet. Nach Abschluss ihres Klavierstudiums an der Universität der Künste Berlin bei Klaus Hellwig wechselte sie in die Dirigierklasse von Lutz Herbig in Düsseldorf. Ab November 2015 war Anna Skryleva Stipendiatin des fünfjährigen Förderprogramms des Institute for Women Conductors an der Dallas Opera.

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO)

Orchesterfoto DSO. Foto: Peter Adamik

Foto: Peter Adamik

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist seit 70 Jahren Teil der Berliner Musiklandschaft und hat sich rasch einen Namen für seine besondere Programmgestaltung, seine Stilsicherheit und -vielfalt gemacht. Das Profil des DSO ist gekennzeichnet durch ein großes Engagement für die Gegenwartsmusik sowie die Offenheit gegenüber neuen Darstellungsformen und den Chancen, die in neuen Medien liegen. Zusammen mit seinem Chefdirigenten Robin Ticciati, herausragenden Gastdirigenten und einer großen Zahl renommierter Solistinnen und Solisten ist das DSO nicht nur regelmäßig in der Berliner Philharmonie zu erleben, sondern im Rahmen zahlreicher Gastspiele auch im internationalen Musikleben präsent. 2011 wurde das DSO mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin (ROC). Gesellschafter sind Deutschlandradio, die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin und der Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Das DSO veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Mall of Berlin den ›Symphonic Mob‹. Es kümmert sich um die Noten, stellt den Dirigenten, und etliche der Orchestermusiker:innen werden die einzelnen Instrumentengruppen als Stimmführer:innen anleiten.

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ensemberlino vocale, Chor

ensemberlino vocale, Foto: k.A.

Die Begeisterung für anspruchsvolle Vokalprojekte und die Lust, auch unkonventionelle musikalische Wege zu beschreiten, verbindet die Mitglieder des Berliner Kammerchores ensemberlino vocale. Das breite Repertoire des Ensembles umfasst A-cappella-Kompositionen vom Mittelalter bis in die Gegenwart, chorsymphonische Werke sowie experimentelle Projekte und zahlreiche Uraufführungen. Der Chor wurde vielfach ausgezeichnet, so zum Beispiel bei den Berliner Landeschorwettbewerben 2005, 2009 und 2013 jeweils mit dem ersten Preis. 2017 produzierte das Ensemble eine Ersteinspielung des Requiems f-Moll des Berliner Komponisten Friedrich Kiel (1821 - 1885). Ensemberlino vocale kooperierte für gemeinsame Konzerte u. a. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Rundfunkchor Berlin und den Festivals Young Euro Classic und chor@berlin. Als Partner des Deutschen Musikrates, des Deutschen Chorverbandes und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin unterstützt der Chor die Ausbildung junger Dirigent:innen. Künstlerischer Leiter des Chores ist Prof. Matthias Stoffels.

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Jazzrausch Bigband

Jazzrausch Bigband, Foto: Sebastian Reiter

Foto: Sebastian Reiter

Auf ihren Konzerten in Europa, Amerika, Asien und Afrika bringt die Jazzrausch Bigband mit »Klanggewalt, Groove und enormer Bühnenpräsenz« (FAZ) Jazzfans und Tanzwütige zusammen, wie wohl aktuell kein vergleichbares Ensemble.

Die Keimzelle und der Ausgangspunkt der musikalischen Entwicklung ist das Harry Klein, einer der renommiertesten Elektroclubs Europas. Im Jahr 2015, nur ein Jahr nach ihrer Gründung, wird die Jazzrausch Bigband Artist in Residence im ›Harry‹ und das Publikum flippt aus. Themen aus Wissenschaft und Mathematik, Gedichtvertonungen und die technoide Gegenüberstellung von Beethoven, Brahms, Mahler und Shostakovich: Höchst spannend und mitreißend verwandelten die 15 Musiker:innen bereits die Elbphilharmonie, die Berliner Philharmonie, den Dresdner Kulturpalast und die Isarphilharmonie in brodelnde Technoclubs. Im Jubiläumsprogramm »10 Jahre Jazzrausch Bigband« zeigt das Ensemble mit beeindruckender Liveperformance sein zukunftsweisendes Konzept eines orchestralen Techno-Jazz. Gemeinsam mit dem Publikum wird stets der Blick nach vorne in die nächste Dekade voller Innovation gerichtet.

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Jarkko Riihimäki, Arrangeur

Jarkko Riihimäki, Foto: Gregor Hohenberg

Foto: Gregor Hohenberg

Der in Berlin lebende Konzertpianist und Arrangeur Jarkko Riihimäki absolvierte sein Klavierstudium bei Prof. Tuija Hakkila und Prof. Ilmo Ranta an der Sibelius-Akademie in Helsinki mit Auszeichnung. Seine Konzertreisen führten ihn nach Europa, Asien und Süd-Amerika. Als Lied- und Konzertpianist trat er z. B. mit Jorma Hynninen, Anna-Kristiina Kaappola und Rolando Villazón auf. Riihimäki hat mehrere Duo-Projekte, u. a. mit dem Akkordeonisten Veli Kujala und dem Beatboxer Felix Zenger.

Als Arrangeur und Komponist hat Riihimäki u.a. für das Fauré Quartett, die Mezzosopranistin Simone Kermes, das David Orlowsky Trio, den Klarinettisten Matthias Schorn und das Streichquintett der Berliner Philharmoniker geschrieben. Seit 2012 ist Riihimäki der neue Pianist des Ensembles Bolívar Soloists. Er ist auch der Gründer des Tango-Trios Cayao. Seit 2012 ist Jarkko Riihimäki Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin.

Im Auftrag des DSO arrangiert Jarkko Riihimäki seit 2014 die vereinfachten Noten für den ›Symphonic Mob‹.

Mehr zu Jarkko Riihimäki auf seiner Website: www.jarkko.fi